Die Geschäfte gehen gut. Die Auftragsbestände und Umsätze wachsen, endlich wieder steigen die Erträge. Kein Wunder, daß die Pläne für 2007 bessere Geschäftszahlen ausweisen als für das vergangene Jahr. Und diejenigen für 2008 noch bessere. Das Jahr 2009 verspricht dann noch günstigere Perspektiven. Zur Zeit sieht man in den Planungen der Verkäufer gute Steigerungsraten bei Umsatz und Ergebnis gerade für die nächsten Jahre. Wenn die Zeiten schwieriger sind, wird das steilere Wachstum eher etwas später ausgewiesen. Das ist dann der berühmte Hockeystick-Effekt. Im Augenblick ist man schon für die nähere Zukunft optimistisch. Selbst Unternehmen, die lange stabil waren, versprechen jetzt Wachstum. Wahrscheinlich mit gutem Recht. Ob die Pläne mit stetigen Steigerungsraten für die nächsten Jahre realistisch sind? Wohl nicht, denn die zykluslose Konjunktur muß erst noch erfunden werden. Aber warum sollten Unternehmer und Ihre Berater den nächsten Abschwung von sich aus terminieren. Wirtschaftswissenschaftler, Analysten und Politiker sind in diesem Punkt nicht eben Vorbilder an Prognosekraft.
Einem Käufer bleibt es nicht erspart, in seiner Finanzierungsplanung verschiedene Konjunkturszenarien durchzurechnen. Die Preise für Unternehmen sind hoch, bei dem nächsten Abschwung kann die Tilgungsfähigkeit schnell an Grenzen stoßen. Immer nur aufwärts? Das ist selten.