Preis & Bewertung » Fast schon trivial: wann platzt die Blase?
Wenn eine kursbestimmende positive Nachricht in der Zeitung steht, sollte der private Aktionär meist nicht mehr kaufen. Bei schlechten Nachrichten ist es für den Verkauf meist schon zu spät. Nun liest man allenthalben von dem drohenden Platzen einer Blase im Private Equity. Als Folge überhöhter Kaufpreise sind die neu erworbenen belasten Unternehmen übermäßig mit Schulden belastet. Schon ein leichtes Abflauen der Konjunktur kann zu Problemen bei der Rückzahlung der Schulden führen. Wahr? Durchaus. Wahr ist aber auch, dass mancher (erfahrene) Private Equity Manager – wie der zitierte Aktionär – nicht mehr kauft. In diesem Jahr haben etliche Finanziers bereits im Frühjahr die Badehose eingepackt und werden vor September den Liegestuhl am Strand nicht mehr verlassen. Es sei denn, sie seien dabei ein Unternehmen zu verkaufen. Die Preise sind im Augenblick tatsächlich (zu) hoch. Ob daran die Finanzinvestoren und der vermeintliche Anlagedruck Schuld sind? Zum Teil ja. Aber auch die finanzierenden Banken tragen ihren Teil bei. Sie bewerten zur Zeit die Risiken geringer; manchmal geringer als die Eigenkapitalinvestoren. Was das für die Zukunft heißt? Tatsächlich Kreditrisiko.