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Preis & Bewertung » Das nachhaltige Ergebnis - ganz ohne Ökologie

Der angemessene Kaufpreis wird fast immer über den operativen Gewinn ermittelt, den EBIT. Diese Größe wird dann mit einem „marktüblichen“ Multiplikator multipliziert um zum Bruttokaufpreis zu kommen. Doch welcher EBIT ist der richtige? Es gibt wahre Künstler, die die Ergebnisse der Vergangenheit gewichten um zur Ausgangsgröße für die Multiplikation zu gelangen. Oder Vergangenheit und Zukunft mathematisch zusammenbinden. Doch was nützen all die gemittelten Mischgrößen? Gar nichts, Sie verdecken anstatt Transparenz zu schaffen. Viel besser ist es, den aktuellen EBIT zum angestrebten Transaktionszeitpunkt zu nehmen. Meist liegt er in der nahen Vergangenheit oder Zukunft und ist damit realistisch. Er bildet zusätzlich die aktuelle Profitabilität ab. Die der ferneren Vergangenheit kauft man nicht, die der Zukunft muß man nach dem Kauf selbst erarbeiten. Doch der aktuelle ausgewiesene EBIT muß nicht der maßgebliche sein. Dieser wird auch als nachhaltiger EBIT bezeichnet. Er ist die (echte) Profitabilität des Unternehmens, die man kauft und auf der man aufbaut. Zwei einfache Beispiele für Korrekturposten. Wenn der Verkäufer als geschäftsführender Gesellschafter ein unüblich hohes Gehalt bezogen hat, kann eine Korrektur über ein „normales“ Gehalt angebracht sein, der ausgewiesene EBIT ist zu niedrig. Hat der geschäftsführende Gesellschafter kein Gehalt bezogen, ist der EBIT entsprechend nach unten zu korrigieren. In der Praxis gibt es immer einige Punkte, die zur Ermittlung des nachhaltigen EBIT berücksichtigt werden müssen. Am besten ist es, sie zusammen mit dem Verkäufer zu ermitteln und klar auszuweisen.